Tumorinteraktion: Mikromilieu und Immunologie

Mit dem Forschungsschwerpunkt Tumorinteraktion: Mikromilieu und Immunologie beschäftigen sich vier Arbeitsgruppen:

Tumor-Microenviroment

Gruppenleiter: Univ. Prof. Dr. Richard Greil 
Laborleiterin: Dr.rer.nat. Karin Jöhrer-Deym

Unsere Forschung setzt an verschiedenen Punkten an, um eine Achillesferse der Myelomzellen zu entdecken:

(A) Effektive Eliminierung der Tumorzellen: Synergie von neuen Substanzen mit bekannten Therapeutika, Manipulation der Überlebenswege der Myelomzellen
(B) Strategien zur Immuntherapie beim Multiplen Myelom: Verbesserung der Immunkompetenz

 

Tumor-Immunologie

Gruppenleiter: Univ.-Prof. Dr.med.univ. Günther Gastl
Laborleiter: Priv.-Doz. Mag.rer.nat. Dr.rer.nat. Sieghart Sopper


Das Immunsystem stellt ein wirksames Kontrollsystem in der Erkennung und Beseitigung von bösartigen Zellen dar (Immunosurveillance von Tumoren). In der Phase der Tumorprogression versagt allerdings dieser Mechanismus. Die Arbeitsgruppe Tumorimmunologie beschäftigt sich daher mit der Interaktion zwischen Immunsystem und Tumor und untersucht die durch Krebserkrankungen und die Tumortherapie verursachten Veränderungen. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden verschiedene Ansätze entwickelt, um  negative Regulatoren auszuschalten und Effektorfunktionen gegen den Tumor zu stärken.

 

Experimentelle Immunbiologie

Gruppenleiterin: Assistenzprofessorin Univ.-Doz. Mag.Dr.rer.nat. Brigitte Kircher

Die Arbeitsgruppe Experimentelle Immunbiologie beschäftigt sich hauptsächlich mit immunologischen Untersuchungen zum Multiplen Myelom, einer unheilbaren Erkrankung, bei der im Knochenmark bestimmte B-Zellen, sogenannte Plasmazellen, abnorme Mengen von Antikörpern produzieren. Klinische Studien zeigen, dass die Gabe einer Kombination von Myelom-spezifischen Therapeutika (z.B. Bortezomib) und Medikamenten, die die Lebensqualität steigern und Komplikationen vermeiden (z.B. Denosumab zur Prävention/Behandlung von Osteolysen (Auflösung des Knochengewebes)) zu einer länger anhaltenden Zurückdrängung der Erkrankung fährt. Dieser Effekt, sowie die Wirkung weiterer prä-klinischer Medikamente auf Myelomzelllinien, und in späterer Folge auf einzelne Zelltypen des Immunsystems, ist Gegenstand der derzeitigen Forschung.

 

Translationale Krebsforschung

Gruppenleiter: ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ. Heinz Zwierzina 
Laborleiter: DI Dr. Johann Kern 

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung von präklinischen Modellen die den Tumor und sein Umfeld so genau wie möglich abbilden sollen. Dazu wird das Prinzip der 3D-Zellkultur unter Verwendung der "Hanging-Drop"-Methode angewendet.